Vitamin B12

Vitamin B12 ist ein Teil von Coenzymen, die u.a. sowohl für Zellteilung und Blutbildung als auch für die Funktion des Nervensystems und der Muskulatur wichtig sind.

RubrikenBeschreibung
NameVitamin B12
Cobalamin und Varianten wie Cyanocobalamin, 5-Desoxyadenosylcobalamin, Methylcobalamin
Funktionessentielles Vitamin, Coenzym bei der Synthese von Purin- und Pyrimidin-Basen, Nukleinsäuren, Proteinen, Methylgruppenüberträger bei Methioninsynthese (zusammen mit Folsäure), Abbau von ungradzahligen Fettsäuren und verzweigtkettigen Aminosäuren
Vorkommen in Lebensmittelnvor allem Nahrungsmittel tierischer Herkunft wie Leber, Niere, Sardellen, Bierhefe, Sardine, Kaninchen, Miesmuscheln, Lachs, Thunfisch, Rollmops, Reh, Hirsch, Hühnerei
RDA = empfohlene tägliche Verzehrmenge nach RL2008/100/EG0,0025 mg = 2,5 µg
Tagesbedarf gesunder Erwachsener gemäß DGE3,0 µg
Schwangere und Stillende (DGE)3,5 µg
4,0 µg
Erhöhter BedarfA-Gastritis
Alkoholkonsum
Morbus Crohn
Rauchen
Schilddrüsenfunktionsstörung
Senioren
vegane und vegetarische Ernährung
MikronährstoffräuberAntacida (Mg-haltig)
Antibiotika
Antiepileptika
H1-Antihistaminika
Colestyramin
Metformin
Protonenpumpenhemmstoffe (PPI wie Esomeprazol, Omeprazol, Pantoprazol)
Zytostatika
Anzeichen für NährstoffmangelBlässe, Blutarmut, Demenz, Erschöpfung, Infektanfälligkeit, Konzentrationsstörungen, Kribbeln, Lähmungserscheinungen, Müdigkeit, Nervenschmerzen, Taubheitsgefühle, Zungenbrennen
NachweisNüchternblut-Serum: Holo-Transcobalamin, Methylmalonsäure-Serumspiegel
Risikenin üblichen Dosierungen kein Risiko bekannt laut BfR
NOAEL 3000 µg laut GFV
Weiterführende InformationenAuch in hoher Dosierung (z.B. 5 mg/d) geringe Toxizität.
Ca. 1 % der oral aufgenommenen B12-Menge werden durch passive Diffusion im Dünndarm auf jeden Fall resorbiert.
Ca. 2000–5000 µg Vitamin B12 werden in der Leber, weiteren Organen und der Muskulatur gespeichert (Vorrat für 3-5 Jahre bei biologischer Halbwertszeit von 450-750 Tagen).
Die Cobalamine aus der Nahrung sind an Proteine gebunden und werden im Magen durch Salzsäure und Pepsin freigesetzt und pH-abhängig an Intrinsic-Faktor gebunden.

Externer Link: Dr. Jörg Schweikart und David Rotter
Studien